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Projektmanagement Forum und DAS exzellente Projekt aus der Schweiz | 12/2016

«Weisheit ist zu wissen, was man als nächstes tun sollte, Fähigkeit ist zu wissen, wie es geht, und Tugend, es einfach zu tun.»
(David Starr Jordan, US-amerikanischer Zoologe)

Wie in jedem Jahr trifft sich die deutschsprachige Projektmanagement Community im Herbst in Nürnberg zum PM Forum der GPM.

Die Gesellschaft für Projektmanagement ist der führende Fachverband für Projektmanagement in Deutschland. Mit knapp 8000 Mitgliedern aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, der verschiedenen Hochschulen und dem Umfeld der öffentlichen Institutionen bildet die GPM das grösste Netzwerk von Projektmanagement-Experten auf dem europäischen Kontinent.

In diesem Jahr haben sich fast 1000 Teilnehmer während zwei intensiven Tagen zu Entwicklungen und Trends des Projektmanagements ausgetauscht.

Vier ausgewählte Keynote-Speaker berichteten u.a. über «Die Berliner Philharmoniker im digitalen Zeitalter» (Martin Hoffmann), «Wie Sie unvermeidlich glücklich werden» (Dr. Manfred Lütz), «Projekt Teamgeist: Was Projektmanager vom Handball lernen können» (Dagur Sigurdsson) und «Die wunderbare, lästige Pflicht zur digitalen Transformation» (Sascha Lobo).

In insgesamt zwölf Streams wurden die unterschiedlichen Facetten des Projektmanagements beleuchtet:

  1. Digitale Transformation und Industrie 4.0
  2. Mit agilem Projektmanagement zum Erfolg
  3. Interaktiv im Team gemeinsam wachsen
  4. PM-Trends und Ideen von heute für die Zukunft
  5. Gesundheitsmanagement in Projekten
  6. Strategisches Projektmanagement / Projektportfoliomanagement
  7. Project Excellence und aktuelle Studien
  8. Ressourcenmanagement in der Projektpraxis
  9. Soziale Kompetenz: Powerteams gestalten Projekterfolge
  10. Voneinander lernen: Methoden des Projekt- und Krisenmanagements
  11. Lean PM in Theorie und Praxis: Kundenwerte schaffen
  12. Projekterfolg durch effizientes Stakeholdermanagement

Im Themenbereich des agilen Projektmanagements fanden sich spannende Vorträge, welche auf die Trends in der Zukunft schliessen lassen. Hochqualifizierte und motivierte Referenten berichteten zum Beispiel zu:

  • Hybrid aus Agilem und Critical-Chain-Projektmanagement – Reduktion der Projektlaufzeit und Verdoppelung des Durchsatzes
  • Fundierte Projektperformance durch Scope & Cost Managements
  • Ein Ordnungsrahmen für die Entwicklung hybrider Vorgehensmodelle unter Nutzung von agilem und traditionellem Projektmanagement
  • «comforming». Komplexität steuern, Kooperation koordinieren, Agilität trainieren
  • Bauchgefühl ist gut, Potenzialanalyse ist besser
  • Die dunkle Seite der Agilität
  • Die Agile Transformation als Start in eine bimodale IT
  • Vom Prozess-Tanker zum agilen Speedboat? Dazu braucht es mehr als Scrum!
  • und viele mehr …

Verleihung des Deutschen Project Excellence Award (DPEA) 2016

Neben fesselnden Vorträgen wurde auch der diesjährige Deutsche Project Excellence Award (DPEA) verliehen. Aus den zahlreichen Bewerbern für den anerkannten und renommierten Award wurde auf der Grundlage eines strukturierten Assessments durch qualifizierte Assessorenteams von der Jury fünf Finalisten benannt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Im russischen Krasnodar baute CLAAS eine komplette Fabrik: Dabei überzeugte der Landmaschinenhersteller mit innovativer und transparenter Vorgehensweise und lieferte ein exzellentes Beispiel internationaler Projektarbeit.
  • Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) schuf eine einzigartige Forschungsinfrastruktur mitten in der Stadt Braunschweig und leistete dadurch einen entscheidenden Beitrag für die intelligente Mobilität der Zukunft.
  • Der Onlinehändler Otto GmbH & Co KG synchronisierte seinen kompletten Webauftritt über alle Endgeräte hinweg. Als Erfolgsfaktor diente dabei die gelungene Kombination von klassischen und agilen PM-Methoden.
  • Bei der Swisscom AG entwickelte sich aus einem einst geplanten Organisationsprojekt ein umfangreiches Migrations- und Bauprojekt. Flexibel, konsequent und hochprofessionell konnten die Projektziele in allen Dimensionen erreicht werden.
  • Unter der Projektleitung der WITTENSTEIN AG entwickelten 21 Konsortialpartner Anwendungsfälle im Kontext der Industrie 4.0. Die hohe Ergebnisorientierung und Vernetzung aller Partner ermöglichte die Überfüllung aller Ziele.

Auch in diesem Jahr war der krönende Abschluss des PM-Forums die Preisverleihung des DPEA während des Galaabends. Erneut kann die Schweiz den Preisträger für den Deutschen Project Excellence Award stellen: Die Swisscom AG stellt mit dem Projekt SCOUT ihre herausragenden Projektmanagementfähigkeiten unter Beweis.

Das ausgezeichnete Projekt SCOUT der Swisscom

Mit insgesamt sieben historisch gewachsenen Rechenzentren betrieb Swisscom das IT-Tagesgeschäft von mehreren hundert Bank- und Industriekunden. Um den hohen Qualitäts- und Servicestandard zu sichern und die Industrialisierung in der IT-Produktion weiter voranzubringen, startete Swisscom 2009 die strategische Initiative SCOUT im Bereich der Grundinfrastruktur. Das Organisationsprojekt hatte zum Ziel, die Infrastruktur- und IT-Landschaft zu vereinfachen und Redundanzen abzubauen. Die Datacenterstrategie lieferte dafür die beste Lösung, nämlich zwei Datacenter auf höchstem Niveau, in die die komplette IT-Infrastruktur der Kunden migriert wird. Der Plan: Eines der ursprünglichen Datacenter bleibt bestehen, ein zweites wird komplett neu gebaut – und zwar in einer Form, die in Sachen Qualität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit weltweit seinesgleichen sucht.

Einen kurzen, aber eindrücklichen Einblick in das Projekt SCOUT der Swisscom AG gibt dieses Video:

«Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Ziels.»
(Benjamin Disraeli, britischer Politiker)

Bleiben Sie interessiert.